VERBLEIBENDE ZEIT, BIS DER LETZTE ISDN-ANSCHLUSS ABGESCHALTET SEIN SOLL:

Lassen Sie uns ein wenig über die Hintergründe der ISDN-Abschaltung sprechen.

Im Groben, man mag gut 20 Jahre zurückdenken, hatte man ein Telefon und konnte einen Internet-Zugang bestellen. Man bekam ein Modem, vielleicht sogar eine ISDN-Karte, und konnte über eine Wählverbindung im Internet surfen. Oft genug stellte man sich die Frage, ob ein Anruf zu erwarten sei, bevor man sich ins Internet einwählte, da die übliche Telefonleitung nun durch das Modem besetzt wurde. Firmen verfügten oft über mehrere ISDN-Leitungen, gerne auch über PMX-Leitungen (Primär-Multiplex). Damit waren sie in der Lage, mehrere bis viele Gespräche gleichzeitig zu führen, und/oder auch mehrere Leitungen für den Internet-Zugang zu nutzen.

Vor gut 15 Jahren begann es, dass man sich DSL auf eine bestehende Telefonleitung aufschalten lassen konnte. Dazu musste dann ein Splitter gesetzt werden, der Telefon und Internet trennte. Diesen Stand haben wir derzeit an gut 85% der Anschlüsse. Die restlichen 15% teilen sich auf in alte Wählverbindungen, Internet über Satellit, Mobilfunknutzung und (besonders) über "Kabel".

Derzeit werden die alten Telefondienste abgeschafft und auf moderne Internet-Leitungen gelegt. "Kabel"-Kunden, die Telefon- und Multimediadienste nutzen, sind also generell nicht betroffen - die haben diese Technik bereits seit Jahren.

Die Pläne zur Abschaffung von ISDN wurden 2014 beschlossen. Hintergrund ist, dass eine alte Technik (mittlerweile) unnötigerweise neben einer modernen aufwändig betrieben wird. Kunden fordern Funktionen, die mit der neuen Technik sehr leicht, mit ISDN jedoch nur sehr schwer umzusetzen sind.

Die großen Anbieter begannen auch gleich mit der Umsetzung. Nach Schaffung einer Basis werden derzeit (laut Telekom) wöchentlich 70.000 Anschlüsse geschaltet. Natürlich sind darin sehr viele Neuanschlüsse enthalten, einen großen Teil machen aber auch Technologie-Wechsler aus: Alter Kram raus, neuer Kram rein.

Blickt man auf den Markt der Anbieter ("ISP" Internet Service Provider), so erkennt man drei signifikante Größen ("Tier" - wie die "Eier" vom Huhn, nur mit einem "T" davor gesprochen, zu deutsch: "Rang"):

  • die Internet-Giganten, die zum Teil international tätig sind (Tier-1),
  • die Internet-Größen, die national tätig sind (Tier-2) und
  • die regionalen Internet-Anbieter (Tier-3)

 

 

 

Eine typische Tier-1-Vertreterin ist die Deutsche Telekom, die Kapazitäten an Tier-2-Unternehmen, wie z.B. Vodafone, vermietet. Die wiederum kauft so viel ein, dass sie an z.B. Osnanet als Tier-3-Kundin genügend freie Kapazitäten vermieten kann. Jeder pflegt seinen eigenen Kundenstamm, jeder vermietet Kapazitäten in der Hierarchie nach unten durch.

Daraus ergibt sich umgekehrt die Logik, dass ein Technologie-Wechsel eines übergeordneten Providers direkten Einfluss auf die Technik des darunter agierenden hält. Wenn nun Vodafone beschließt, ein Gebiet auf reine IP-Telefonie umzustellen, bekommt z.B. Osnanet, als Vodafone-Kunde in dem betroffenen Gebiet, umgehend das Problem, mit-, um- und gleichziehen zu müssen.

Vielleicht analog dazu: Wenn der örtliche Stromversorger im Rahmen einer Reparatur in einem Straßenzug den Strom abstellt, hat der Vermieter keinen Einfluss darauf, dass sich sein Mieter solange keinen Kaffee kochen kann. Es geht halt nicht. Unverständlich ist angesichts dessen jedoch das Versprechen einiger Anbieter, ISDN bis 2022 verfügbar halten zu wollen.

Das ist schlichtweg Kunden-Hascherei, diese Versprechen werden nicht gehalten werden können: Wenn der Schalter oben umgelegt wird, geht unten das Licht aus. Ende.

Und in dieser Situation befinden wir uns gerade: Seit einigen Jahren wird ein immenser Aufwand betrieben, um die alten Netzwerke außer Betrieb zu nehmen, damit neue Technologien eingesetzt werden können.

Woran es immer noch deutlich fehlt, ist die Aufklärung der Nutzer, dass tatsächlich bald tiefgreifende Änderungen ins Haus stehen. Stattdessen hört und liest man immer wieder von Kündigungen seitens der Anbieter. Und von Kunden-Haschern.

An diesem Punkt wollen wir gerne ansetzen.

Wir wissen, was Sie brauchen, um auch in Zukunft kommunizieren zu können. Wir kennen die Problematiken um Rufnummern-Übernahme, Fax-Geräte, EC-Cash, Labordaten-Übermittlung etc. Wir kennen die Tücken der neuen Anschlüsse. Wir arbeiten seit Jahren mit Lösungs-Anbietern zusammen und haben die gesamte Entwicklung bis heute miterlebt.

Wir kennen aber auch die Vorteile, die wir Ihnen mit einem modernen IP-Anschluss anbieten können.

Jetzt ist die Zeit gekommen, sich für einen Technologie-Wechsel zu entscheiden. Jetzt kann dieser Wechsel noch mit Ruhe und Bedacht vorgenommen werden.

Liegt die Kündigung des Anbieters erst vor, kann nur noch reagiert werden.

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